Doch keine GmbH Reform

20. Juni 2008

Scheinbar sind sich die Herren im Bundestag doch nicht einig über die GmbH Reform. Laut “Der Betrieb” soll das Mindeststammkapital bei 25 000 Euro weiter liegen und eine vereinfachte Gründung wird es dem nach auch nicht geben, das heißt, alles muss weiter alles notariell beurkundet werden. Offen ist, was mit der 1€ GmbH passiert. Ganz ehrlich, wenn das stimmt, wäre das eine Sauerei ohne Ende. Das wäre neben unserem Steuersystem ein weiterer Grund zum Auswandern.

3 Start-Ups die fliegen werden

10. Juni 2008

Ich hab mir mal Gedanken gemacht zu deutschen Start-Ups und habe mir bei deutsche-startups diese A-Z Liste angeschaut. Das Ding ist ganz schön lang und da ist ein Haufen Schrott dabei. Ich habe mir mal meine 3 Lieblings-Companies rausgesucht, die noch recht jung sind, wo ich mir aber sicher bin, dass sie sehr erfolgreich sein werden.

1. DaWanda wurde im Herbst im Herbst 2006 gegründet ist ein Marktplatz für Unikate und handgefertigte Produkte. Individuelle Produkte statt Massenware liegt gerade voll im Trend. Ganz ehrlich, an die Idee hätte ich in der Stunde Null nicht geglaubt. Anyway, nun glaube ich dran. Das Produkt selbst ist viral und kommt gut an. Das Geschäftsmodell ist sehr ähnlich von eBay und damit hat DaWanda ein proof of concept.

2. triphunter ist noch noch sehr jung (Launch im Juni?). Triphunter ist ein Reise-Club und verkauft Reisen ca. 50% günstiger als herkömmliche Anbieter. Ähnlich wie bei brands4friends werden Produkte zeitlich limitiert und in begrenzter Stückzahl angeboten. Vom Marketing auch wie brands4friends: Geschlossen und nur auf Einladung von Freunden. Ist wahrscheinlich auch notwendig, da sonst die großen Reisekonzerne nicht mitmachen würden, wenn man offen Reisen 50% günstiger absetzt. Ich glaube, dass bei so einem großen Preisnachlass die Nachfrage extrem groß ist. Auch hier bin ich mir sicher, dass die Sache fliegen wird.

3. ABSOLVENTA ist ein Job-Portal auf dem Absolventen von Unternehmen rekrutiert werden können. Der Bewerbungsprozess ist zu Gunsten der Bewerber umgedreht worden. Ein Absolvent lädt seinen Lebenslauf einmal hoch und wartet bis sich die Unternehmen bei ihm bewerben. Kommt gut an bei den Absolventen (keiner muss x Bewerbungen schreiben) und kommt auch gut bei den Unternehmen an. Denn diese sparen jede Menge Geld, da der Zugriff auf die Datenbank sie deutlich weniger kostet, als wenn sie ihre Jobangebote selbst promoten und eine Datenbank anlegen. Auch Headhunter sind viel teurer als Absolventa. Win-Win-Situation für beide Seiten bilden die Grundlage für ein geniales Geschäftsmodell. Absolventa bewegt sich im B2B Bereich, was man auch eher selten im Web 2.0 sieht.
Momentan kann noch nicht jeder sich bei Absolventa registrieren. Man benötigt einen Zugangscode. So ein Zufall, dass ich einen habe oder? :-) Wenn man “Norman” auf www.absolventa.de als Code eingebt, dann klappt das mit der Registrierung. Alternativ kann man auch einfach auf www.absolventa.de/invite/Norman klicken.

P.S. Bookya habe ich ausgelassen, da ich ja keine Objektivität wahren kann. :-)

Guy Kawasaki zu Entrepreneurship

22. Mai 2008

Wenn du wissen willst, wie man $100 000 für einen MBA und $25 000 für ein Mission Statement sparen kann, dann zieh dir die Rede von Guy Kawasaki “The Art of the Start” rein. Man lernt jede Menge zu Entrepreneurship und wird gleichzeitig sehr humorvoll unterhalten. Guy ist ein extrem guter Redner. Die 35 Minuten sind es wert. :-)

Meine Lieblingsaussage: “One tip for you who are pitching VCs: Talk about how you make meaning. … But if you start out to solely make money, you will attract the wrong kind of employees. Typically when you say, you are going to make money, you will attract MBAs and consultants. There are no two worse kind of people for start-ups than MBAs and consultants.”

Kamera ab:

Steve Ballmer Web Developers

21. Mai 2008

Steve Ballmer (CEO Microsoft) ist u.a. durch sein auffälliges Auftreten. Er ist extrem energisch. Jemand der sich seine Ziele setzt und mit aller Macht erreicht. Der Oliver Kahn unter den CEOs. Als ein Microsoft Mitarbeiter zu Google wechselte soll Ballmer einen Stuhl quer durch den Raum geschmissen und folgendes gesagt haben: “Fucking Eric Schmidt is a fucking pussy. I’m going to fucking bury that guy, I have done it before, and I will do it again. I’m going to fucking kill Google.”

Außerdem ist er durch diesen Auftritt (Monkey Boy) und den Developers Auftritt aufgefallen. Im März gab es nun den dritten legendären Auftritt. Quasi die Weiterentwicklung des Developers Auftritts:

Obwohl Microsoft in der Vergangenheit oft angefeindet und gehasst wurde, glaube ich, dass Microsoft seit kurzem wieder sehr beliebt ist. Sicher auch dem emotionalen Auftreten von Ballmer zu verdanken, der für mich der optimale Mann ist, um so einen riesen Konzern zu führen. Mir ist so ein emotionaler CEO, der auch mal Stühle schmeist, lieber, also so ein nüchtern, analytischer Chef (CEO). Bei so einem emotionalen Chef weiß man gleich, was Sache ist. :-)

Update: In Ungarn wurde Ballmer jetzt mit Eiern (via Philipp) beschmissen. Aber seine Reaktion ist imponierend und dürfte ihm weiter Sympathien einbringen.

Microsoft kauft Yahoo doch!

15. Mai 2008

Warum “doch”? War doch irgendwie immer klar. Deshalb sollte die Überschrift “Mircosoft kauft Yahoo wie erwartet - nur günstiger” lauten :-) Habe eben ein wirklich sehr lebendigen Beitrag von Philipp dazu gelesen. Er erklärt wie Microsoft Yahoo kauft. Ich würde einiges drauf wetten, dass es genauso ablaufen wird.

Virales Marketing für Internet Start-Ups (Einführung)

15. Mai 2008

Da ich mich ja ab September im Rahmen meiner Diplomarbeit mit dem Thema Virales Marketing im Internet beschäftigen werde, lese ich in letzter Zeit ziemlich viel zu dem Thema. Hier werde ich also mal bei null anfangen.

Ein ganz guten Überblick gibt Martin Oetting bei deutsche-startups (Teil 1 und Teil 2). Sehr zu empfehlen ist auch sein Blog und das Interview bei Gruenderszene. Sehr lesenswert ist dieser Artikel, der einen guten Überblick gibt, und in dem Martin ankündigt, dass seine Doktorarbeit dann in diesem Jahr fertiggestellt wird. Ich denke, auch diese sollte man lesen. :-)

7 Dinge, die StudiVZ braucht

14. Mai 2008

Als aktiver StudiVZ Nutzer, der auch ein wenig die Internetszene, besonders was Social Networks betrifft, verfolgt, habe ich mir ein paar Gedanken zu StudiVZ gemacht.

Im März habe ich noch über „I’m gettin bored of Facebook“ geschrieben. Damals habe ich kritisiert, dass der News-Feed im Facebook nur noch Werbung für Applikationen ist und somit als Spam wahrgenommen wird. Folge, keiner schaut sich den Newsfeed mehr an und relevante Infos wie z.B. was die Freunde machen sind untergegangen. Folge: Facebook war weniger ein Social Network. Der soziale Aspekt ging weiter in den Hintergrund.

Nun, seit ca. zwei Wochen bekomme ich seit langem wieder ständig neue Freundesanfragen. Was ist passiert? Liegt es daran, dass Facebook jetzt Deutsch spricht? Nein! Die Anfragen kamen zum Großteil aus dem Ausland. Der Grund ist, dass Facebook jetzt den sozialen Aspekt wieder in den Mittelpunkt gestellt hat:

1) Newsfeed wurde „entspamt“: Ich sehe jetzt nur noch was meine Freunde machen (Fotos, neue Freunde etc.) und auch der Applikation Spam taucht gar nicht mehr auf.

2) Facebook hat ein neues Feature: „Leute, die du vielleicht kennst“. Das sind Freunde von meinen Freunden, die viele gemeinsame Freunde mit mir haben. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass ich diese Person auch kenne, wenn auch nur oberflächlich. Auch ich habe dadurch schon 10-20 neue Freunde gefunden.

3) Facebook Chat ist natürlich auch ein nettes Feature, was den sozialen und kommunikativen Bedürfnissen von Social Network Nutzern entgegen kommt.

Was leite ich daraus für StudiVZ ab, die ja schon etwas hinterhinken?

  1. Gestern wurde ja bekanntgegeben, dass man OpenSocial beitritt. Ein Schritt in die richtige Richtung. StudiVZ braucht Applikationen. Sonst sinkt die Klickrate im StudiVZ weiter.
  2. CEO Marcus Riecke hat in einem FAZ Interview gesagt, dass man die Applikationen sorgfältig auswählt, die auf StudiVZ zugelassen werden. Ebenfalls gut, damit es nicht 50 000 Applikationen gibt, von den sich am Ende nur ganz, ganz wenige durchsetzen. Diese Aufgabe des Filterns sollte man ausnahmsweise nicht den Usern überlassen, sondern sollte das Management übernehmen.
  3. Zusammen mit dem Zulassen von Applikationen braucht StudiVZ aus zwei Gründen UNBEDINGT einen Newsfeed:
    1. Zum einen leveraged man damit die Aktivität der User. Ganz ehrlich, ich weiß nicht, was meine Freunde machen, wenn ich mir ihre Profile anschaue. Ich weiß nur wer es upgedated hat und wer neue Fotos hochgeladen hat. Aber sonst bekommt man nichts mit. Ein Newsfeed zu implementieren dürfte sich auch vom IT-Aufwand in Grenzen halten.
    2. Die Applikationsentwickler brauchen den Newsfeed, damit sich die Applikationen so schnell verbreiten, dass sie die kritische Masse erreichen. Da das Management ja wohl die Applikationen selektiert, ist die Gefahr des Spams auch gering.
  4. StudiVZ braucht auch eine Chat Funktion. Wie oft lese ich, dass der und der Freund online ist. Gerade Freunde, die man nicht im IM hat kann man so ansprechen. Auch das dürfte die Aktivität der User massiv steigern.
  5. Die „Kennst Du schon…?“ Sache, mit den drei Personen ganz rechts auf der persönlichen Startseite, ist ein Witz. Ich habe noch nicht ein einziges Mal auf eine von diesen fremden Personen geklickt. Ich habe viele Freunde gefragt, die das genauso sehen. Statt dessen würde ich „Leute die dur vielleicht kennst“ (wie oben beschrieben) plazieren. Da sieht man dann wenigstens ab und an eine Person, die man wirklich kennt und noch nicht als Freund auf StudiVZ hat.
  6. Bis jetzt ist StudiVZ „nur“ ein Social Network, bei dem man fast nur oder zum Großteil Freunde hat, die man offline kennt. Ein Feature oder eine Applikation die das Kennenlernen von neuen Studenten ermöglich, wäre ein zusätzlicher Nutzen, die sonst nur Dating Portale bieten. Warum nicht eine Art Dating oder Flirt Applikation einbinden? Facebook hat da viele Applikationen, von denen aber noch keins von allen Nutzern genutzt wird.
  7. Ein “Google AdWords” :-) Google hatte damals auch ein geniales Produkt: Suche. StudiVZ und Facebook haben auch ein geniales Produkt. Aber beide bzw. kein Social Network hat bis jetzt sein Goolge Adwords. Also der Knaller der ein Social Network so viel Umsatz bringt, dass man sagen könnte Facebook ist das neue Google.

Man darf gespannt sein, was die nächste Zeit bei StudiVZ passiert. Die Gefahr des Überlaufens der Nutzer zu Facebook sehe ich jedoch nicht. Es sei denn die Server bei StudiVZ fallen aus. :-)

Update: Bookya im Labor für Entrepreneurship

2. Mai 2008

Ich war im Labor für Entrepreneurship von Prof. Faltin der FU Berlin und habe zum Bookya Entrepreneurial Design Frage und Antwort gestanden. Schaut’s euch des mal an:

Labor für Entrepreneurship

23. April 2008

Ich werde morgen (Donnerstag 23. April) bei Prof. Faltin im Labor für Entrepreneurship über meine unternehmerischen Erfahrungen und über das Business Model von Bookya reden. Man sagte mir, dass es auch live im Internet übertragen wird.

Außerdem bin ich heute Abend bei Berlin 2.0 dabei.

Videos zum Unternehmertag 2008

19. April 2008

Habe eben ein paar Videos zum Unternehmertag 2008 (via EASN.de) entdeckt. Ich fand zwei Videos davon besonders interessant: Zum einen das Video zum Unternehmertag allgemein und dann das Interview mit Cornie Boersch. Ich kannte Cornie vorher nicht. Aber auf dem Unternehmertag habe ich erfahren, dass er schon recht viel für die Gründerszene getan hat. Selbst ein Entrepreneur, und dann Business Angel, der als einer der ersten alando (ebay Klon von Samwers) finanziert hat. Nun mischt er mit Mountain Partners gut mit. Auch den Unternehmertag haben wir ihm zu verdanken.